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MALEREI
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Albrecht Dürer

Albrecht Dürer, der berühmteste Vertreter der deutschen Renaissance, kommt im Jahr 1471 in Nürnberg zur Welt. Sein Vater ist Goldschmied und übernimmt die erste Ausbildung des jungen Albrecht Dürer in diesem Fach. 1486 wechselt Albrecht Dürer in die Malerwerkstatt von Michael Wolgemut, wo er bis 1490 seine Lehrzeit absolviert.
Albrecht Dürer ist ein überaus produktiver Künstler, allein das Frühwerk zählt nicht weniger als rund 70 Malereien, 900 Zeichnungen sowie 350 Holzschnitte und 100 Kupferstiche. Besonders hervorzuheben ist die berühmte Silberstiftzeichnung aus dem Jahr 1484, mit der sich Albrecht Dürer noch vor dem Eintritt in die Malerlehre ein virtuoses Selbstbildnis schafft. Unter den Selbstporträts des Albrecht Dürer nimmt schließlich das weltberühmte Münchner "Selbstbildnis im Pelzrock" eine Schlüsselposition ein (1500).
1494/95 reist Albrecht Dürer nach Italien. Auf dieser Fahrt schafft er einige seiner berühmt gewordenen Landschaftsskizzen in Aquarell. Am Ende des Jahrhunderts folgt die Apokalypse als Holzschnittzyklus (1498), bewegende und expressive Drucke, mit denen Albrecht Dürer auch über Zwischentöne Position in den religiösen und politischen Machtkämpfen seiner Epoche bezieht.
Zwei weitere große Holzschnittfolgen läuten das neue Jahrhundert ein: "Die große Passion" (1498-1510) und schließlich "Das Marienleben" (1501/11). In beiden Werkkomplexen zeigt sich, wie Albrecht Dürer es wagt, das religiöse Sujet auch profan zu verwandeln.
1520/21 begibt sich Albrecht Dürer wieder auf eine Reise, während der Studienblätter von bewegender Dramatik entstehen. Auch als Porträtist betätigt sich Albrecht Dürer nun verstärkt, und seine psychologisch eindringlichen Bildnisse der 1520er Jahre stellen zweifelsfrei einen Gipfel seines Oeuvres dar.
Ein Meisterwerk besonderer Güte und zugleich ein Hinweis auf die religiöse und politische Einstellung Albrecht Dürers ist schließlich in den "Vier Aposteln" (1526) zu erkennen. Dieses monumentale Werk, das Albrecht Dürer selbst dem Nürnberger Rat übereignet, ermahnt die erst kurze Zeit zuvor reformierten Nürnberger zu einem dauerhaften Bekenntnis zur lutherischen Religion.
Albrecht Dürer ist nichts weniger als ein Universalgenie zu nennen. Die Mannigfaltigkeit des künstlerischen Werkes wird begleitet durch ertragreiche theoretische Ausführungen und wissenschaftliche Überlegungen. In einem Blatt wie der "Melancolia I" (1513/14), das zu den sogenannten Meisterstichen Albrecht Dürers rechnet, zeigt sich die ganze Tiefe seiner Kunst.
Im Jahr 1528 verstirbt Albrecht Dürer in seiner Geburtsstadt Nürnberg.


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