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Giulio Bonasone

Der italienische Maler, Stecher und Radierer Giulio di Antonio Bonasone wird um das Jahr 1500-10 in Bologna geboren. Möglicherweise ist er Schüler des Lorenzo Sabbatini (1510–77). Weiterhin ist er Schüler des Marcantonio Raimondi (um 1475–1534). Aber auch zu Gian Jacopo Caraglio (ca. 1505–65) lassen sich stilistische Beziehungen feststellen. Ab dem Jahre 1544 hält sich Giulio Bonasone in Rom auf. Hier trifft er wohl mit Tizian (um 1488–1576) und einigen Raffael-Schülern zusammen.
Thematisch ist Giulio Bonasone ein Eklektiker, der seine eigenen Kompositionen aus Motiven von Raffael (1483–1520), Parmigianino (1503–40), Francesco Primaticcio (ca. 1504–70), Tizian und anderen zusammensetzt und diese nach eigenen Zeichnungen ausführt.
Seine besondere Vorliebe gilt erotischen Darstellungen, die er mit geschmeidigen Akten beiderlei Geschlechts ausstattet. Aber auch die mythologischen Gegenstände spielen eine große Rolle. Weiterhin führt Giulio Bonasone zahlreiche Stiche nach Michelangelo aus, wie das "Jüngste Gericht", die "Erschaffung der Eva" oder die "Judith".
Aber auch nach Raffael, Giulio Romano (1492–1546), Perino del Vaga (1501–47), Jacopo da Pontormo (1494–1557), Polidoro da Caravaggio (ca. 1490/1500–1543), Francesco Primaticcio (1504–70) und nach der Antike sticht der Künstler.
Zu Giulio Bonasones bedeutendsten Arbeiten zählen zum Beispiel die 20 blättrigen Zyklen "Amorosi digletti degli Dei" nach Ovid, die "Passion Christi" (ca. 1530) mit 28 Blättern und "Amori, Sdegni et Gielosie di Giunone" (ca. 1565) mit 22 Blättern.
Giulio di Antonio Bonasone stirbt wahrscheinlich nach dem Jahre 1574 in seiner Geburtsstadt Bologna.


 
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