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MALEREI
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Francisco de Goya

Der spanische Maler, Radierer und Lithograph Francisco de Goya wird am 30. März 1746 in Fuendetodos bei Saragossa geboren. Sein eigentlicher Name ist Francisco José de Goya y Lucientes. Bereits 1760 ist er im Atelier des Saragossaner Malers José Luzán (1710 – 85) als Lehrling nachweisbar. Um das Jahr 1766 geht Goya nach Madrid, wo er Unterricht von Francisco Bayeu y Surbias (1734 – 95) erhält. Auf dessen Anregung unternimmt der Künstler 1770 eine Italienreise.
Zurück in Saragossa legt er der Baukommission der Basilica El Pilar 1771 Entwürfe zur Ausmalung des Tonnengewölbes vor und erhält hier seinen ersten bedeutenden Auftrag. Von 1772 bis 1774 freskiert Goya die Karthäuserkirche Aula Dei bei Saragossa. Diese beiden Werke des Künstlers entstehen unter starkem Einfluss Giovanni Battista Tiepolos (1696 – 1770).
Seit 1775 hält sich Francisco de Goya wieder in Madrid auf. Hier erhält er seinen ersten Staatsauftrag: für die königliche Teppichmanufaktur Santa Bárbara fertigt er bis 1780 insgesamt 36 Tapisseriekartons. Ebenfalls in diesem Jahr wird der Maler Mitglied der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid. Hier wird er 1785 zum Präsident ernannt. Zur Fortsetzung der Kuppelmalereien in El Pilar kehrt Goya noch 1780 nach Saragossa zurück. Nach Streitigkeiten mit der Baukommission und dem endgültigen Zerwürfnis, befindet er sich bereits 1781 wieder in Madrid. Nachdem der Maler dem Bruder des Königs vorgestellt wird, malt er mehrere Bilder des Infanten und dessen Familie. Im Jahre 1785 beginnt Francisco de Goya seine Tätigkeit für den Herzog von Osuna. Bis 1799 führt er für diesen Aufträge verschiedenster Art aus. Außerdem erhält er einen neuerlichen Vertrag für Tapisserieentwürfe für die Ausschmückung von Räumen im Escorial.

Nach der Thronbesteigung Karls IV. (1748 – 1819) 1788 wird er zum Maler des Königs ernannt. Ein Schlaganfall im Jahre 1792 führt zur Taubheit des Künstlers. Von nun an ändert sich seine Farbgebung, aber auch seine Malthemen. Er übt Kritik an den menschlichen Schwächen und an den politischen, sozialen und kirchlischen Missständen. 1795 übernimmt Francisco de Goya die Nachfolge Bayeus als Direktor der Malklasse an der Academia. Als bevorzugter Porträtist führt er bis ins Jahr 1800 einige seiner großartigsten Bildnisse aus. Außerdem entsteht in diesen Jahren die Radierfolge "Los Caprichos" (1796/97).
Diese sind Ausgangspunkt für Goyas internationalen Ruhm. Zwei seiner Hauptwerke, die "nackte Maja" und die "bekleidete Maja", behandeln das Thema der ruhenden Venus und entstehen in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts. In der Radierfolge "Desastres de la Guerra" finden die Eindrücke des Unabhängigkeitskrieges , insbesondere der Kämpfe in Aragon, ihren Niederschlag. Den Einmarsch der napoleonischen Truppen und die daraus resultierenden Kämpfe verarbeitet Goya in dem Werk "Erschießung der Aufständischen von 1808" (1814).
Ferdinand VII. setzt den Maler nach seiner Thronbesteigung 1814 wieder in seine alten Würden als Hofmaler ein. Doch dieser zieht sich mehr und mehr vom Hof zurück in sein Landhaus Quinta des Sordo. Dieses schmückt er mit Fresken und fertigt hier ab dem Jahre 1820 die schware Serie "Pinturas Negras". Da Goya die Zustände in Spanien nicht behagen, beschließt er die Emigration nach Frankreich. Hier fertigt er das "Milchmädchen von Bordeaux" (1827/28) und seine letzten Bildnisse.
Francisco de Goya stirbt am 16 April 1828 in Bordeaux.


 
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