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Wifredo Lam

Der kubanisch-französische Maler Wifredo Lam wird am 8. Dezember 1902 in Sagua La Grande (Kuba) geboren. Sein eigentlicher Name ist Wifredo Óscar de la Concepción Lam i Castilla. Im Jahre 1916 zieht er mit seiner Familie nach Havanna. Hier besucht Lam die Escuela de Bellas Artes und absolviert zwischen 1918 bis 1923 ein Studium an der Ecole des Beaux-Arts.
Bereits in den frühen 20er Jahren stellt er seine Werke im Salon de la Asociatión de Pintores y Escultores in Havanna aus. 1923 zieht Wifredo Lam nach Madrid. Dort studiert er im Atelier von Fernando Álvarez y Sotomayor (1875 – 1960) und an der Ecole des Beaux-Arts.
Im Jahre 1929 heiratet der Künstler Eva Piriz, die jedoch zwei Jahre später an Tuberkulose stirbt. In den frühen 30er Jahren nehmen besonders Henri Matisse (1869 – 1954) und wahrscheinlich Joaquin Torres Garcia (1874 – 1949) Einfluss auf Wifredo Lam. Die reisende Ausstellung des Werkes Pablo Picassos (1881 – 1973) in Barcelona, Bilbao und Madrid erweist sich für Wifredo Lam sowohl künstlerisch als auch politisch als Inspiration.
1938 zieht er nach Paris, wo er unter den Einfluss Picassos gerät. Dieser führt ihn in den Kreis um André Breton (1896 – 1966) ein und fördert sein Interesse für afrikanische Kunst und primitive Masken. 1939 findet die erste Einzelausstellung Wifredo Lams in der Galerie Pierre Loeb in Paris statt. Außerdem werden seine Werke mit denen Picassos in den Perls Galleries in New York ausgestellt.
1940 flieht der Künstler nach Marseille und geht mit einigen Surrealisten-Freunden nach Martinique, wo er auch kurzfristig interniert ist. Er verbringt viel Zeit mit Claude Lévi-Strauss (* 1908), André Masson (1896 – 1987) und André Breton. Unter anderem illustriert Wifredo Lam während dieser Zeit "Fata Morgana" von André Breton.

1942 folgt die kriegsbedingte Rückkehr nach Kuba. Im Jahr darauf entsteht das meistbekannte Werk des Künstlers "The Jungle". Außerdem nimmt er zwischen 1942 und 1950 an den regulären Ausstellungen in der Pierre Matisse Gallery in New York teil. 1946 lebt Wifredo vier Monate auf Haiti und pflegt seit 1948 die Freundschaft zu Asger John (1914 – 73). In den nächsten Jahren hält er sich in New York auf, reist aber auch viel und lebt ab 1952 drei Jahre in Paris. Im Jahre 1960 eröffnet der Künstler ein Atelier in Albisola Mare. 1964 bekommt er den "Guggenheim International Award".
Bereits zu seinen Lebzeiten finden zahlreiche Retrospektiven Wifredo Lams statt, zum Beispiel in der Kunsthalle Basel, in der Kestner Gesellschaft Hannover und in Brüssel im Palais des Beaux-Arts. Weiterhin nimmt er in den Jahren 1959 und 1964 an der documenta in Kassel teil. Der Künstler kann nicht eindeutig dem Surrealismus zugeordnet werden. Er erfindet seinen eigenen Stil durch die Verbindung von Surrealismus und Kubismus mit dem Geist und den Formen der Karibik. Wifredo Lam stirbt am 11. September 1982 in Paris.


 
Ketterer Kunst
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