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MALEREI
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Victor Brauner

Der surrealistische Maler Victor Brauner wird am 15. Juni 1903 als Sohn jüdischer Eltern in Piatra Neamt, Rumänien geboren. 1921 nimmt Brauner sein Studium an der "Akademie der schönen Künste" in Bukarest auf. Dort findet 1924 seine erste Ausstellung statt. Im selben Jahr ist Victor Brauner Mitbegründer des dadaistischen Journals "75 H.P.". Sechs Jahre später zieht es den Künstler nach Paris. Dort wird Victor Brauner von Alberto Giacometti und Yves Tanguy in den Kreis der Surrealisten eingeführt. 1933 verhilft ihm André Breton zu einer Einzelausstellung in Paris.
Sieben Jahre später wird Victor Brauner in eine Schlägerei verwickelt, in deren Folge sein rechtes Auge zerstört wird. Dies hinterlässt nicht nur körperlich Spuren bei dem Künstler. Brauner zieht sich zurück und reflektiert dieses Erlebnis in seinem Werk. Von nun an tritt in Victor Brauners Werken häufig das Bildmotiv des einzelnen, starren und überdimensionierten einzelnen Auges auf. Dies kommt besonders in dem Werk "La Pierre Philosophale" von 1940 zum Ausdruck. Im gleichen Jahr flüchtet Brauner vor den Nationalsozialisten zunächst in die Pyrenäen und später in die Alpen. In dieser Zeit (ab 1943) beginnt er mit der Technik der Wachsmalerei zu experimentieren.
Nach Kriegsende kehrt Victor Brauner nach Paris zurück. In seine Motive ziehen zunehmend Themen aus der Mythologie ein, wie z.B. in dem Werk "Der doppelte Löwe" von 1947. Zudem verfasst Brauner lyrische Dichtungen, mit deren Inhalt er sich vom Surrealismus abgrenzt. 1948 führt dies zu seinem Ausschluss aus der surrealistischen Vereinigung. Ab 1960 sind Victor Brauners Werke immer öfter auch von heiteren Zügen geprägt. Am 12. März 1966 stirbt Victor Brauner an einer Venenentzündung in Paris.


 
Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. SURREALISMUS