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Umberto Boccioni

Der italienische Maler, Bildhauer, Graphiker, Zeichner und Kunsttheoretiker Umberto Boccioni wird am 19. Oktober 1882 in der Reggio di Calabria geboren. Er ist der Hauptvertreter des italienischen Futurismus.
Im Jahre 1898 beginnt er sein Studium in Rom. Hier knüpfte Umberto Boccioni wichtige Kontakte zu Gino Severini (1883 – 1966), Duilio Cambelotti (1876 – 1960) und Giacomo Balla (1871 – 1958). Mit Severini übt er sich an Veduten und perspektivischen Kompositionen vor römischen Baudenkmälern. Giacomo Bella machte Boccioni mit den Prinzipien der Maltechnik des Divisionismus vertraut. Im Jahre 1905 nimmt der Künstler an der Ausstellung "abgelehnter" Künstler im Teatro Naz teil. 1906 findet eine erste Parisreise statt. Boccioni interessiert sich für die Impressionisten und Cèzanne.
Es folgen Aufenthalte in Moskau, St. Petersburg und Caricyn, später dann in Mailand und Padua. Im Jahr 1907 studiert der Künstler in Venedig an der ABA und lässt sich mit seiner Mutter und seiner Schwester in Mailand nieder. Prägend wird die Bekanntschaft zu Filippo Tommaso Marinetti (1876 – 1944), dem Gründer des Futurismus. Gemeinsam mit Marinetti, Carlo Carrà, Luigi Russolo (1885 – 1947), Gino Severini und Giacomo Balla verfasst Umberto Boccioni 1910 das "Manifesto dei pittori futuristi". Diese Künstler unterzeichnen auch das "Manifesto tecnico della pittura futuristica".
1911 verfasst Boccioni auch das "Manifesto tecnico della scultura futuristica". Die Manifeste sollen den Leser beschwören, sich von der da gewesenen Tradition und den festgefahrenen Normen abzuwenden und sich der Zukunft und Technisierung zu widmen. 1914 unterzeichnet Umberto Boccioni gemeinsam mit Marinetti, Carrà, Piatti und Russolo das Manifest "Sintesi futurista della guerre". Der Künstler nimmt an kriegsfreundlichen Kundgebungen teil und unterzeichnet ein weiteres kriegsbegeistertes Manifest.
Nach der Einberufung in ein Artillerie-Regiment im Jahre 1916 stirbt Umberto Boccioni an den Folgen eines Reitunfalls am 17. August 1916 in Verona.


 
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