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MALEREI
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Tirtoff Erté

Der französische Maler, Designer, Graphiker und Bildhauer Erté wird am 23. November 1892 in St. Petersburg geboren. Sein eigentlicher Name ist Roman Petrov de Tyrtof oder französisch Romain de Tirtoff. Das Pseudonym "Erté" leitet sich aus den französisch ausgesprochenen Initialen R und T ab. Erté gilt als der "Father of ARTE DECO".
Ab dem Jahr 1906 studiert er an der Akademie in St. Petersburg und im Atelier Il'ja Efimovic Repin. In der Zeitschrift "Damskij mir" veröffentlicht der Künstler unter den Pseudonymen Pitch und Tir Modeskizzen. Im Jahre 1910 siedelt er nach Paris über und lässt sich später in Bologna-sur-Seine nieder. 1911 absolviert er eine Ausbildung an der Acadmie Julian in Paris. Nebenbei zeichnet er für die Modeschöpferin Caroline. Im Jahre 1913 schließt der gebürtige Russe die Bekanntschaft mit Modemacher Paul Poiret (1879–1944). Für diesen entwirft er in der Folge unter dem Pseudonym Erté Modelle. Weiterhin zeichnet der Künstler mit der Feder schwarze Tuschevignetten für die Gazette du Bon Ton.
Am Anfang ist Erté vor allem mit dem Entwurf von Kleidung, Accessoires, exklusiven Stoffen, Plakaten und Werbe-Material für US-amerikanische Firmen beschäftigt, dehnt jedoch um 1913 sein Arbeitsgebiet auf die darstellend Kunst aus. Es entstehen erste Kostümentwürfe für das Pariser Théâtre de la Renaissance und für die Tänzerin Mata Hari (1876–1917).

Erté erlangt nun eine schlagartige Bekanntheit. Während des 1. Weltkrieges zeichnet er für US-amerikanische Auftraggeber. Zwischen 1915 und 1938 folgt eine Zusammenarbeit mit dem Magazin Harper's Bazaar. 1925-26 arbeitet der mittlerweile auch international anerkannte Künstler in Hollywood für Filmproduktionen für Metro-Goldwin-Meyer. Es entstehen die aufwendigen und kostbaren Ausstattungen für die erfolgreichen Stummfilme "Paris", "Ben Hur" und "La Bohème".
Anschließend ist Erté wieder in Paris tätig. Es entsteht unter anderem das "Anthropomorphe Alphabet" (1928-68), dessen 26 Buchstaben er durch weibliche Körper in elegant bewegten Posen darstellt.
Noch im Jahre 1960 beginnt Erté mit bildhauerischen Arbeiten und fertigt abstrakt-phantastische, bizarre Konstruktionen aus Aluminium, Eisen, Kupfer und Holz, die er in leuchtenden Farben bemalt.
1964 präsentiert der Künstler erstmals 20 Skulpturen in der Galerie Ror Volkmar in Paris. 1980 folgt eine zweite Phase bildhauerischer Tätigkeiten mit einer umfangreichen Serie von figürlichen, farbig patinierten Bronzeplastiken. Außerdem entwirft Erté bis in die 80er Jahre Schmuck, Kunstgegenstände und Dekorationen. Erté liefert weiterhin Illustrationen für Zeitschriften und Magazine. Tirtoff Erté stirbt am 21. April 1990 in Paris.


 
Ketterer Kunst
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z. B. GROSSE NAMEN