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Théodore Chassériau

Der Maler Théodore Chassériau zählt zu den Vertretern des romantischen Klassizismus. Er wird am 20. September 1819 in Samaná, Santo Domingo in Südamerika geboren. Schon sehr früh tritt Chassériau seine künstlerische Laufbahn an. So wird er bereits mit elf Jahren Schüler von Jean Auguste Dominique Ingres.
Dieser prägt Théodore Chassériau mit seiner Bevorzugung der Zeichnung und Modellierung gegenüber dem Einsatz von Farbe. Als Ingres 1834 nach Rom geht, ist Chassériau noch zu jung um ihm zu folgen und sich für ein Stipendium für Rom zu bewerben.
Zunächst ist Théodore Chassériau noch stark von Ingres abhängig, geht aber in dem Einsatz des Kolorits stark über den Stil seines Lehrmeisters hinaus. 1840 besucht er Ingres in Rom und muss feststellen, dass sich beider Einstellungen auseinander entwickelt haben. In den Folgejahren wird Théodore Chassériau zunehmend von Eugène Delacroix beeinflusst, der mit seinem großzügigen Farbeinsatz die Gegenposition zu Ingres vertritt. Diese beiden sehr gegensätzlichen Vorbilder, die Chassériau in Ingres und Delacroix gefunden hat, prägen seinen Stil und lassen beide Ansätze in seinem Werk deutlich werden.
1846 reist Théodore Chassériau für zwei Monate nach Algier, wo Delacroix bereits vierzehn Jahre zuvor die Farbstimmungen des Orients untersucht hatte. Die Eindrücke dieses Aufenthalts fließen in die Bildsprache Chassériaus ein. Der "Orientalismus" verhilft dem Künstler schließlich zum Durchbruch.
Zu seiner Zeit ist Théodore Chassériau besonders für historische Szenen und seine Porträtdarstellungen, wie z.B. dem Werk "Die beiden Schwestern" (1843) bekannt. Zahlreiche Wandgemälde, die er für Pariser Kirchen erstellte zählen neben den orientalischen Szenen zu seinem Hauptwerk. Einen Grossteil seiner Aufträge erhält Chassériau von der französischen Regierung, die ihm 1849 mit dem Orden der Ehrenlegion auszeichnet. Am 08. Oktober 1856 stirbt Théodore Chassériau im Alter von 37 Jahren in Paris.


 
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