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Raoul Dufy

Raoul Dufy wird am 03.Juni 1877 in Le Havre geboren. Der französische Maler und Zeichner zählt zu den Vertretern des "Fauvismus". Ab 1899 erhält Dufy ein Stipendium und studiert an der École des Beaux-Arts in Paris bei Léon Bonnart. Seine ersten Arbeiten sind beeinflusst durch die Werke der Impressionisten Lucien Pissarro, Paul Gaugin und Vincent Van Gogh.
Um 1905 löst sich Raoul Dufy, fasziniert durch die Bilder von Henri Matisse, von der impressionistischen Malweise zugunsten einer reinen Farbigkeit und schwarzer Konturen. Seine überwiegend maritimen Motive sind von 1908-12 kubistisch geprägt. In Anlehnung an die Bildkomposition eines "Paul Cézannes" reduziert Raoul Dufy seine expressive Farbigkeit und konzentriert sich eher auf Strukturen, sowie Konstruktion und Räumlichkeit im Bildaufbau. Gleichzeitig dazu entstehen einige Holzschnittreihen, als Illustrationen und Stoffentwürfe, durch die sich sein strenger kubistischer Stil innerhalb der Malerei wieder aufzulockern beginnt.
Nach 1920 findet Raoul Dufy zu seinem charakteristischen Stil, indem er Zeichnerisches mit großen Farbflächen unterlegt. Das unabhängige nebeneinander von Struktur und Farbe begründet der Künstler mit dem Mechanismus des Sehens, wonach das Auge Farbe unmittelbarer und intensiver aufnimmt, als eine Struktur.
Das Aquarell ist für ihm dabei das wichtigste Ausdrucksmittel um einen flüchtigen Augenblick unmittelbar und unverfälscht wiederzugeben.
Für die Pariser Weltausstellung 1937 entsteht das monumentale Wandgemälde "La Fée Electricité", das heute im Musée National d`Art de Moderne in Paris zu sehen ist. Die folgenden Jahre verbringt er in Perpignan und ab 1952lebt er in Forcalquier. In seinem malerischen Spätwerk arbeitet Raoul Dufy v.a. in der "Peinture tonale", wobei jedes Bild von einer dominierenden Grundfarbe beherrscht wird. Am 23. März 1953 stirbt Raoul Dufy in Forcalquier. Der Künstler hat ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen, das neben der Malerei, auch zahlreiche Keramiken, Tapisserien, Stoffmuster, Illustrationen und auch Bühnenbilder umfasst.


 
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