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MALEREI
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Jean Ignace Isidore Gérard

Der französische Karikaturist, Vignettenzeichner, Aquarellist und Lithograph Jean Ignace Isidore Gérard, genannt Gradville, wird am 3. September 1803 in Nancy geboren. Bereits der Vater (1767–1854) ist Miniaturmaler und Zeichner.
Mit 20 Jahren tritt Gradville in Paris in das Atelier Hippolite Lecomtes (1781–1857) ein um ebenfalls Miniaturmalerei zu studieren. Er wendet sich jedoch bald wieder von der Malerei ab und erlernt autodidaktisch das Handwerk der Lithographie.
Im Jahre 1827 veröffentlicht er seine ersten Zyklen, so zum Beispiel die zwölf Farb-Lithographien "Dimanche d’un Bourgeois de Paris ou les Tribulation de la petite propriété". 1829 erscheinen die 73 Farb-Lithographien "Métamorphoses du jour", mit denen Grandville seinen ersten großen Erfolg hat. Von nun an werden diese Tier-Menschen-Karikaturen zu seinem Spezialgebiet.
Bei dem neu gegründeten Journal "Caricature" ist der Künstler seit 1830 Mitarbeiter, muss jedoch seinen Platz als Führer bereits ein Jahr später an Honoré Daumier (1808–79) abtreten. Weiterhin arbeitet er bei dem 1832 begründeten "Charivari" mit. Nachdem die "Septembergesetze" der politischen Karikatur ein Ende machen, wendet sich Grandville der Buchillustration zu. Mit Denis Auguste Marie Raffet (1804–40) zeichnet er 1836 Vignetten und 1838 die Illustrationen für das Hauptwerk, die "Voyages de Guliver".
Ebenfalls 1838 fertigt der Künstler die Schnitte für die Fabeln Jean de La Fonatines (1621–95). Mit diesen kehrt er zu seiner hommes-bêtes Karikatur zurück. Weitere Werke sind "Scène de la vie des animaux" (1842), "Petites Misères de la vie humaine" (1843), die Schnitte zu Reybauds (1799–1879) "Jerôme Palurot" (1846) und die 50 Stahlstiche "Les Fleurs animées". Nach schweren Schicksalsschlägen muss der Künstler in einer Heilanstalt untergebracht werden.
Jean Ignace Isidore Gérard stirbt am 17. März 1847 in Paris.


 
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