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Jacopo de´ Barbari

Der italienische Maler, Kupferstecher und Holzschneider Jacopo de’Barbari wird um das Jahr 1440 in Venedig geboren. Bis 1500 ist der Künstler in seiner Heimatstadt tätig. Hier kommt er wahrscheinlich aus der Schule von Alvise Vivarini (ca. 1445–1505). Sein erstes sicheres Werk ist eine große "Vedute von Venedig aus der Vogelperspektive".
Wohl durch die Vermittlung des Nürnberger Kaufmanns Anton Kolb wird Jacopo de’Barbari von Kaiser Maximilian I. (1459–1519) für ein Jahr nach Nürnberg berufen. Hier verdient er einen jährlichen Lohn von 100 rheinischen Gulden. Um das Jahr 1501 bittet Jacopo de’Barbari Friedrich III. von Sachsen (1463–1525), sich um die Wiederaufnahme der Malerei in die Freien Künste zu bemühen. Dadurch wird Friedrich III. auf ihn aufmerksam und verpflichtet ihn 1503–05 als Hofmaler.
Weiterhin ist de’Barbari in Torgau, Naumburg, Lochau, Weimar und Wittenberg tätig und arbeitet zum Teil mit Lucas Cranach d. Ä. (1472–1553) zusammen. In Wittenberg trifft er erneut mit Albrecht Dürer (1471–1528) zusammen, den er bereits aus Venedig und Nürnberg kennt. Ebenfalls in Wittenberg entstehen die mythologischen Wandmalereien im Schloss, die jedoch heute verloren sind. Der Künstler ist für den Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg (1484–1535) tätig.
Im Jahr 1507 entstehen die Bildnisse des Kurfürsten und seiner ersten Frau Ursula. Ab 1509 befindet sich Jacopo de’Barbari in den Niederlanden. Hier ist er einer der verpflichteten Künstler, von denen Philipp von Burgund sein Schloss Suytburg neu gestalten lässt. Bereits 1510 fungiert er als Hofmaler und "valet de chambre" der Statthalterin der Niederlande, Margarete von Österreich (1480–1530).
Nachdem Jacopo de’Barbari im Sommer des Jahres 1511 schwer erkrankt, erhält er von der Erzherzogin eine jährliche Pension in Höhe von 100 Livres. Der Künstler stirbt im Jahre 1515 oder 1516 in Brüssel.


 
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