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MALEREI
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Gustave Courbet

Gustave Courbet wird am 10.Juni 1819 in Ornans, als Sohn einer wohlhabenden Bauernfamilie, geboren. Seine präzise Beobachtungsgabe, seine Liebe zum Detail, die ausdruckstarken Farben und Plastizität seiner Figuren sind entgegen aller akademischen Regeln und wegbereitend für den "Realismus". Seinen ersten Zeichenunterricht erhält der Künstler bereits während seiner Schulzeit bei Charles Antoine Flajoulot.
1839 geht Courbet nach Paris und lernt kurzzeitig bei Carl von Steuben und Alexandre Jean-Baptiste Hesse. Weitere Studien erfolgen autodidaktisch, beim Kopieren alter Meister im Louvre oder beim intensiven Naturstudium.
Trotz erster Ausstellungserfolge im "Pariser Salon" ab 1844 werden Gustave Courbets Gemälde bis 1846 immer wieder abgelehnt. Nach dem ersten jurylosen Salon, im Jahre 1849, ist der Künstler regelmäßig auf den Ausstellungen vertreten. Seine Freunde und Bewunderer sind begeistert von seiner sozialkritischen Malerei, die sich, entgegen aller Traditionen, einer nie da gewesenen realistischen Darstellungsweise bedient, während er damit bei der Öffentlichkeit überwiegend auf Kritik und Ablehnung stößt.

1855 wird Courbet von der Weltausstellung ausgeschlossen und organisiert daraufhin seine eigene Ausstellung in einem Pavillon. Obwohl er in Frankreich nur zu mäßigem Erfolg gelangt, beeinflusst Gustave Courbet anfangs der fünfziger Jahre vor allem den deutschen Realismus. In Frankfurt und München wird er wegen seiner brillanten Technik und Ausdrucksweise hoch gelobt. Gustave Courbets Gemälde "Das Begräbnis von Ornans", von 1849 und "Das Atelier des Malers", von 1855 ( beide im Musée National du Louvre, Paris), sind wegweisend für eine neue, realistische Darstellungsweise innerhalb der Kunst.
Je mehr sich die französische Kulturszene gegen seine Kunst aussprach, desto deutlicher wird seine politische Einstellung gegenüber des französischen Second Empire in seiner Malerei. Seine Beteiligung an der Zerstörung der Vendôme- Säule wird Gustave Courbet zum Verhängnis. Nach einer Gefängnisstrafe, soll er die Kosten der Wiederaufrichtung des Denkmals tragen, woraufhin der Künstler in die Schweiz flüchtet. Mittellos und demoralisiert versucht er in La-Tour-de-Peilz am Genfer See einen Neuanfang. Es entstehen noch einige Stilleben, Akte und Landschaftsbilder, bevor er dort am 31.12.1877 verstirbt.