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MALEREI
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Corneille

Corneille, am 3. Juli 1922 in Lüttich als Cornelis Guillaume van Beverloo geboren, zählt zu den Mitbegründern der internationalen Künstlervereinigung "CoBrA". Von 1940-43 belegt der belgische Künstler holländischer Abstammung Zeichenkurse an der Akademie in Amsterdam. Weitere Studien betreibt er autodidaktisch, v.a. in Anlehnung an seine Vorbilder Henri Matisse, Pablo Picasso und später Édouard Pignon.
Nach einer kurzen Orientierungsphase in den Kubismus von Joan Miró und Paul Klee, findet Corneille zu seiner eigenen lyrischen Formensprache.
Gemeinsam mit Karel Appel und Constant gründet er eine holländische experimentelle Gruppierung, eine europäische Parallele zum amerikanischen abstrakten Expressionismus, die sich am 8.November 1948 zur Gruppe "CoBrA" konstituiert. Im Manifest heißt es: "Eine Malerei ist kein Gefüge aus Farben und Linien, sondern ein Tier, eine Nacht, ein Schrei, ein Mensch oder alles zusammen. Der objektive, abstrahierende Geist der bürgerlichen Welt ist es, der die Erzeugnisse der Malerei auf die sie erzeugenden Mittel reduziert hat".
Jede Schöpfung müsse bei "aktiver Betrachtung von jeder Natur- oder Kunstform ausgehen", die Kunst müsse nun "nach einer Periode, während der sie NICHTS ausstellte, jetzt in eine Periode treten, in der sie ALLES darstellt".
1949 stellte Corneille erstmals in Paris aus. Ab 1953 erlernt er das Radierhandwerk bei Stanley William Hayter in Paris und 1954 arbeitet er in Keramik bei Tullio Spartaco Mazzotti. Noch im selben Jahr nimmt er an der Biennale in Venedig teil und erhält zwei Jahre später den Guggenheim Preis für Holland.
Auf seinen zahlreichen Auslandsreisen nach Nordafrika, Südamerika und den USA erfährt Corneille immer wieder neue Inspirationen für neue Farbkompositionen und eine eigene Formensprache. Der Künstler lebt und arbeitet vor allem in Paris.


 
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