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MALEREI
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Constantin Émile Meunier

Der Bildhauer, Maler und Graphiker Constantin-Émile Meunier wird am 12. April 1831 in dem Brüsseler Vorort Etterbeek geboren. Nach einem Studium an der Akademie in Brüssel, ist Meunier Schüler seines Bruders Jean-Baptiste Meunier (1821 – 1900) und drei Jahre lang Gehilfe des Bildhauers Charles Auguste Fraikin (1817 – 93). Außerdem wendet er sich kurzzeitig der Malerei zu und arbeitet im Atelier des Malers François-Joseph Navez (1787 – 1869). Es entstehen vornehmlich Bilder mit religiösen Themen.
Im Jahre 1868 gründet Constantin-Émile Meunier mit weiteren belgischen Avantgardisten wie Charles De Groux (1825 – 70) und Félicien Rops (1833 – 98) die "Société Libre des Beaux-Arts" in Brüssel. Um das Jahr 1880 hellt sich die Palette des Malers auf und es folgt ein Übergang zum Impressionismus. Nachdem er zuvor eine Reihe von Industriegebieten besucht und mit den Arbeitern spricht, wendet er sich nun der Darstellung von arbeitenden Menschen zu. 1880 stellt Meunier seine Werke im Salon in Gent aus. Eine Spanienreise in den Jahren 1882/83 findet im Auftrag der belgischen Regierung statt. Während dieser soll der Künstler die "Kreuzabnahme" von Peter de Kempener in Sevilla für das Brüsseler Museum kopieren.

Seit 1886 nimmt Constantin-Émile Meunier seine bildhauerische Betätigung wieder auf. Seine malerischen Tätigkeiten werden nach und nach zurückgedrängt. Von 1887 bis 1896 ist er Professor der Malerei an der Academie Louvain und 1890 wird der Künstler Mitglied der neu gegründeten "Société Nationale des Beaux Arts". Zwischen 1890 und 1896 werden fünf seiner Skulpturen und ein Gemälde vom französischen Staat erworben. In Brüssel nimmt Meunier 1895 am "Seconde Salon de la Libre Esthétique" teil. Im darauf folgenden Jahr findet eine Retrospektive seiner Werke in der Galerie Bing in Paris statt. Außerdem nimmt er an 1897 der Internationalen Kunstausstellung in Dresden und an der Wiener Sezession teil.
Nachdem Constantin-Émile Meunier auf der Pariser Weltausstellung des Jahres 1900 einen Preis gewinnt, wird er im folgenden Jahr zum korrespondierenden Mitglied der Akademie gewählt. Ab 1903 beginnt er in Zusammenarbeit mit dem französischen Bildhauer Alexandre Charpentier (1856 – 1909) das Zola-Denkmal in Paris. Sowohl dieses, als auch das "Monument de Travail" in dem Brüsseler Vorort Laeken, werden erst nach dem Tod Constantin-Émile Meuniers fertig gestellt.
Die letzten fünf Jahre seines Leben bewohnt der Künstler ein Haus mit Atelierräumen in der Rue d’Abbaye im Brüsseler Vorort Ixelles. Hier stirbt Constantin-Émile Meunier am 4. April 1905. Im Jahre 1936 wird Meuniers Wohnhaus inklusive 700 seiner Werke vom belgischen Staat gekauft und 1939 für Besucher geöffnet. Seit 1978 ist das Meunier-Museum Teil der Königlichen Museen der Schönen Künste.


 
Ketterer Kunst
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z. B. GROSSE NAMEN