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MALEREI
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1912 Krefeld
1990 Krefeld

Adolf Luther

Adolf Luther ist in seinem künstlerischen Schaffen bestrebt, das Unsichtbare sichtbar zu machen und eine Wirklichkeit zu begreifen, die sich der bildnerischen Darstellung entzieht, ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Optical Art. Luther nimmt 1938 in Köln ein Studium im Fach Jura auf, das er 1943 an der Universität Bonn mit der Promotion beendet. Da er zum Kriegsdienst einberufen wird unterbricht er sein Studium mehrmals.
Ab 1942 widmet sich Adolf Luther in seiner Dienstfreizeit der Malerei und mit der ersten Beobachtung des Lichtes als eigenständige Realität. Als er aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft zurückkehrt wird er Referendar am Oberlandesgericht Düsseldorf und beteiligt sich an Ausstellungen in Krefeld, Düsseldorf und Hamburg. In der Zeit von 1947 bis 1957 setzt sich Luther mit den unterschiedlichen Malstilen auseinander, er bewegt sich vom perspektivischen Abbild zur reinen Farbflächen-Malerei, um einen eigenen neuen Stil für einen künstlerischen Neubeginn zu finden.
Im Jahr 1957 gibt Adolf Luther, der inzwischen als Richter tätig ist, diesen Beruf endgültig auf, um sich ausschließlich der Kunst zu widmen. In gespachtelten Oberflächen die "Dynamischen Formen" darstellen, entdeckt Luther das Licht als unmittelbaren Gestaltungsfaktor im Raum. Er entwickelt 1959 bis 1961 die "Licht + Materie"-Arbeiten weiter und erprobt neue Materialien.
1960 stellt Luther seine Arbeiten in den ersten Einzelausstellungen im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld und in der Drian-Gallery in London aus. Für den Künstler wird das Glas die wichtigste Materie, um Energie in Form von Licht bildhaft vorzustellen. So entstehen in den 1960er Jahren Lichtschleusen, Arbeiten mit "optischen Medien", Arbeiten mit Hohlspiegeln und erste "Sphärische Objekte".
Er beteiligt sich an "Zero"-Ausstellungen in Berlin, Frankfurt, Gelsenkirchen und Philadelphia. Seit den 70er Jahren arbeitet Adolf Luther auch mit Laserstrahlen.
Noch zu Lebzeiten wird der Künstler Adolf Luther häufig gewürdigt und geehrt. So wird ihm 1979 durch das Land Nordrhein-Westfalen der Professorentitel verliehen, 1982 erhält er die Thorn-Prikker-Medaille in Krefeld, im Jahr 1987 findet anlässlich seines 75. Geburtstages in Bremen eine Retrospektive statt und zwei Jahre später wird er mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Noch im selben Jahr gründet der Künstler die Adolf-Luther-Stiftung in Krefeld. Im Jahr 1990 verstirbt Adolf Luther. Durch die künstlerische Umgehensweise mit Spiegeln, Hohlspiegeln, Glas und Linsen entwickelt Luther eine Vielfalt von Ideen, die in seinem faszinierenden Oeuvre zu bewundern ist.


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Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. ZERO