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Justinianus

Justinian (eigentlich Flavius Petrus Sabbatius, als oströmischer Kaiser Justinian I.) wird schon früh von seinem Onkel Justin nach Konstantinopel, der Hauptstadt des oströmisch-byzantinischen Reiches, geholt und umfassend ausgebildet. 518 n. Chr. wird Justin zum Kaiser erhoben, womit Justinian zu seinem engsten Berater und somit zu einem der einflussreichsten Personen des Reiches wird. Nach dem Tod Justins 527 n. Chr. übernimmt er gemeinsam mit seiner Gemahlin Theodora die die Herrschaft über das oströmisch-byzantinische Reich, dessen Grenzen er während seiner Regentschaft er mit Ausnahme Galliens sowie Mittel- und Nordspaniens wieder auf die Größe des ehemaligen römischen Staatsgebietes ausweitet.
Die bedeutendste und bis heute nachwirkende Leistung Justinians stellt die Kodifizierung des römischen Rechts im "Corpus Iuris Civilis" dar. Ab 528 n. Chr. lässt er von einer Kommission unter der Leitung des Tribonianus, der somit wesentlichen Einfluss auf den Inhalt des Werkes hat, das damals geltende römische Recht sowie römische juristische Schriften zusammentragen und systematisieren.
Es ist wichtigste Kodifikation römischen Rechts, die zum Vorbild vieler Rechtssysteme geworden ist. Neben den Institutionen, einem aus vier Teilen bestehenden Lehrbuch mit Gesetzeskraft, und dem "Codex Justiniani" mit den so genannten Novellen, späteren Zusatzgesetzen, besteht die Bedeutung des "Corpus Iuris Civilis" vor allem in den Digesten oder Pandekten, einer aus fünfzig Büchern bestehenden Sammlung von Schriften namhafter römischer Rechtsgelehrter, die heute die wichtigste historische Quelle für das römische Recht darstellt.
Ebenfalls bis heute erhalten haben sich einige Zeugnisse der reichen Bautätigkeit Justinians, allen voran die Hagia Sophia in Konstantinopel, die Justinian 532-537 n. Chr. als Krönungskirche der oströmischen Kaiser Konstantinopels errichten lässt.


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