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LITERATUR
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Hanne Darboven

Hanne Darboven studiert 1962-1966 an der Hamburger Hochschule der Künste bei Wilhelm Grimm und Almir Mavignier und geht 1966-1968 nach New York, wo sie insbesondere durch Begegnungen mit Künstlern der Minimal Art wie Carl Andre und Sol LeWitt beeinflusst wird. Bereits früh finden ihre Arbeiten internationale Anerkennung.
1970 sind sie im Museum of Modern Art und 1971 im Guggenheim-Museum in New York zu sehen. 1972 nimmt Hanne Darboven erstmals an der "documenta" in Kassel teil, der drei weitere Teilnahmen 1977, 1982 und 2002 folgen.
1982 vertritt sie Deutschland auf der Biennale di Venezia. 1994 erhält Hanne Darboven in Hamburg den angesehenen Lichtwark-Preis. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich seit den späten 1960er Jahren vor allem mit dem Sichtbarmachen von Zeiträumen mittels einer von ihr dafür entwickelten Systematik selbst gewählter Zeichen. Mit Hilfe von Zahlencodierungen, Texten, Fotos und Diagrammen hält Hanne Darboven Zeitabläufe oder historische Ereignisse meist auf einfachem Schreibmaschinenpapier fest, wobei sie die zeiträumliche Dimension ihres Werkes als räumliche Ausdehnung durch die Hängung aller Blätter an der Wand erfahrbar macht.
Intention ihrer Arbeit ist es, den eher unbewussten Fluss der Zeit fassbar zu machen und die Grenzen der Wahrnehmung aufzuzeigen.
Hanne Darboven stirbt 2009 in Hamburg-Harburg.


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