Englishitalianofrançais
FOTOGRAFIE
Impressum / Kontakt

Robert Capa

Robert Capa (André Friedmann), geboren am 22. Oktober 1913 in Budapest, ist eine der Schlüsselfiguren in der Entwicklung des engagierten Fotojournalismus. Er beginnt 1930 als Autodidakt zu fotografieren und emigriert 1931 nach Berlin, um dort bis 1933 Politologie zu studieren und zunächst als Fotolaborant, ab 1932 als Assistent für die Agentur "Dephot" zu arbeiten. Er siedelt 1933 nach Paris über, wo er den Fotografen David Seymour kennenlernt, der ihn mit Henri Cartier-Bresson bekannt macht. In Paris lernt er auch Gerda Taro kennen, die seine Leidenschaft für Reportagefotografie teilt und in die er sich verliebt.
1936 nimmt er das Pseudonym Robert Capa an und fotografiert als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg. Seine dokumentarische Aufnahme "The Death of a Loyalist Soldier" (1936) erscheint in "Life", "Vu" u.a. Illustrierten und macht Robert Capa international bekannt. Das Foto zeigt einen von einer Kugel getroffenen Soldaten im freien Fall und ist bis heute eine berührende Anklage gegen den Irrsinn des Krieges geblieben.

Robert Capa erleidet einen schweren Schicksalsschlag, als seine Freundin Gerda Taro 1937 im Spanischen Bürgerkrieg von einem Panzer überrollt wird. Er publiziert 1938 zu ihrem Gedenken das gemeinsam entstandene Werk "Death in the Making". Weiterhin fotografiert er erfolgreich für Illustrierte wie "Life" und "Time" . 1939 emigriert Robert Capa in die USA und ist während des Zweiten Weltkrieges Kriegsberichterstatter für "Life" und die U.S. Army. Capa ist immer an vorderster Front, berichtet "live" von der Landung der Alliierten in der Normandie. Nach Kriegsende hat er in Hollywood eine zweijährige Liaison mit der verheirateten Filmschauspielerin Ingrid Bergman.
1947 ist er Mitbegründer der berühmten Fotoagentur "Magnum", der er von 1948-54 als Präsident vorsteht. Er veröffentlicht in den folgenden Jahren Reportagen und Bücher (u.a. gemeinsam mit John Steinbeck "A Russian Journal").
Ein Grundsatz Robert Capas lautet: "Wenn ihre Fotos nicht gut genug sind, dann waren Sie eben nicht nah genug dran". Am 25. Mai 1954 tritt er auf der Straße von Thai-Binh, Vietnam auf eine Mine und verunglückt tödlich. Er hatte sich immer für die Freiheit und gegen den Krieg eingesetzt und dabei kein Risiko gescheut.


 
Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. GROSSE NAMEN