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FOTOGRAFIE
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Diane Arbus

Diane Arbus (geb. Nemerov) wird am 14. März 1923 in New York geboren und wächst in einer wohlhabenden Umgebung auf. 1937 lernt sie Allan Arbus kennen, den sie mit 18 Jahren heiratet. Gemeinsam eröffnen sie ein Studio für Modefotografie und arbeiten erfolgreich für Magazine wie "Harper' s Bazaar" und "Vogue". Mitte der 50er Jahre studiert Diane Arbus Fotografie an der New School for Social Research. Auf Anraten ihrer Dozentin Lisette Model gibt sie die Modebranche auf, um eigene künstlerische Wege zu gehen.
Schon bald kann sie ihre Aufnahmen in Magazinen wie "Esquire" und "New York Times Magazine" veröffentlichen. Nach der Scheidung von Allan Arbus 1959 wendet sich Diane Arbus neuen Sujets zu. Ihre Fotografien thematisieren nun die Außenseiter der Gesellschaft – sie porträtiert Asylanten, Zwergwüchsige, Transvestiten, psychisch Kranke und Behinderte auf eine sehr direkte, ehrliche jedoch einfühlsame und vor allem würdevolle Art und Weise. Diane Arbus Porträts entblößen auch den vermeintlichen Normalbürger – auf ihren Aufnahmen scheint es, als wäre diese, ihre Normalität, nur eine künstliche Schutzmaske.
Diane Arbus Fotografie ist sehr subjektiv und setzt die Offenheit beider Beteiligten – des Fotografen und des Modells – voraus. Ihre Bilder erzählen von Entfremdung, Isolation, Wirklichkeit, Normalität und regen nach wie vor zu Diskussionen an. 1963 und 1966 wird Diane Arbus mit dem "Guggenheim Fellowship" ausgezeichnet; später unterrichtet sie an der Parsons School of Design, der Cooper Union in New York, sowie an der Rhode Island School of Design in Providence.
Im Jahr 1967 werden Diane Arbus kontroverse Aufnahmen in der Ausstellung "New Documents" im MoMA, New York gezeigt. Auch Fotografien von Lee Friedlander und Garry Winogrand, welche ebenfalls eine Art Straßenfotografie betreiben, sind zu sehen. Diese Ausstellung ist wegbereitend für eine neue Richtung der Fotografie, die zwischen sozialkritischer Dokumentarfotografie und "straight photography" einzuordnen ist.
"Ich glaube wirklich, dass es Dinge gibt, die niemand sehen würde, wenn ich sie nicht fotografiert hätte", meint Diane Arbus über ihr Werk.
Am 26. Juli 1971 nimmt sie sich nach längeren Depressionen das Leben.


 
Ketterer Kunst
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z. B. GROSSE NAMEN