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FOTOGRAFIE
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Berenice Abbott

Berenice Abbott, geboren am 17. Juni 1898 in Springfield/Ohio, studiert zunächst Journalistik an der Ohio State University, dann Bildhauerei in New York und Paris (u.a. bei Constantin Brancusi). Ab 1923 wird sie in Paris für zwei Jahre Assistentin bei Man Ray und eröffnet dann ein eigenes Fotostudio, in dem die Pariser Bohème, darunter Peggy Guggenheim, James Joyce und Jean Cocteau, sich porträtieren lässt. Später wird sie über diese Wendung ihres Lebens einmal bemerken:"I didn't decide to be a photographer, I just happened to fall into it".
Über Man Ray kommt Berenice Abbott in Kontakt mit dem Werk des französischen Fotografen Eugène Atgets, der in eindrücklichen Aufnahmen das Paris seiner Zeit dokumentiert hat. Sie erkennt die Bedeutung von Atgets außergewöhnlichen Fotografien und ersteht einige seiner Aufnahmen und Negative.
1929 kehrt sie mit dem Ziel nach New York zurück, nach dem Vorbild Atgets die sich zu dieser Zeit rasch verändernde Stadtlandschaft festzuhalten. Abbott findet die Spuren des Aufschwungs nach der Großen Depression in der Architektur: ein regelrechter "Skyscraper-Boom" bricht in New York aus.
Ihre Fotografien werden ausgestellt und 1939 in dem Fotoband "Changing New York" veröffentlicht. Viele der Gebäude, die darin zu sehen sind, existieren heute nicht mehr.
Ab 1934 unterrichtet Berenice Abbott über zwanzig Jahre lang Fotografie an der New York School for Social Research und ist weiterhin als Porträt- und Architekturfotografin tätig. Ab 1958 ist sie Mitarbeiterin des Physical Science Study Commitee of Educational Services und setzt sich dabei mit wissenschaftlicher Fotografie auseinander.
Abbott ist maßgeblich daran beteiligt, dass Eugène Atgets Werk entdeckt wird und die ihm zustehende Anerkennung erfährt. Sie verfasst ein Buch über seine Arbeit ("The World of Atget") und veräußert anschließend ihre Sammlung seiner Aufnahmen dem New Yorker MoMA. Seit 1952 lebt Berenice Abbott im ländlichen Maine, welches auch Gegenstand ihres letzten veröffentlichten Fotobuches "A Portrait of Maine" (1968) ist.
Die Pionierin der Dokumentarfotografie stirbt am 9. Dezember 1991 in Monson, Maine.


 
Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. GROSSE NAMEN