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DESIGN
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Rodney Kinsman

Rodney Kinsman studiert Möbeldesign an der Central School of Art in London. Zusammen mit Jurek Olejnik und Bryan Morrison gründet er 1966 die Firma OMK Design für die Produktion ihrer eigenen Möbelentwürfe. Zu den ersten Entwürfen für OMK gehört Rodney Kinsmans Sessel "F Range" von 1966, einem Schaumstoffblock mit Vinylbezug. Dieses für die 1960er-Jahre typische Möbel ist sicherlich der modischste Entwurf von Rodney Kinsman, späterhin konzentriert er sich auf Möbeldesigns, die aufgrund ihrer technologischen Konzeption populär bleiben sollen.
1971 entwirft Rodney Kinsman den äußerst erfolgreichen Stuhl "Omstak" mit Rahmen aus Stahlrohr, Sitzfläche und Lehne aus gepresstem und epoxidbeschichtetem Stahlblech. Die markanten Löcher in Sitz und Rückenlehne geben dem Stuhl zusätzliche Stabilität. "Omstak" gilt als Inbegriff des High-Tech-Designs der 1970er Jahre und wird bis heute von der italienischen Firma Bieffeplast hergestellt.
Ebenfalls für Bieffeplast entwirft Rodney Kinsman 1981 das Regal "Graffiti", das einfach an die Wand gelehnt wird, Gummiunterlagen verhindern ein Abrutschen. In den 1980er Jahren entstehen als Gegenpol zum bunten und dekorüberladenen Anti-Design, etwa von Memphis, funktionale Möbeldesigns mit einer rationalistischen Ästhetik. Hierzu gehören auch Rodney Kinsmans Stuhlentwurf "Vienna" (1984) sowie die Stuhlserie "Tokyo" (1985).
1981 entwirft Rodney Kinsman gemeinsam mit Peter Glynn-Smith das Sitzsystem "Transit" für öffentliche Gebäude. Es ist ursprünglich für den Flughafen Gatwick bestimmt, gehört aber wie die Sitzbank "Sevilla" (1991 für die Expo '92 entworfen) zu den äußerst erfolgreichen Sitzmöbelsystemen, mit denen heute über einhundert Flughäfen und zahlreiche weitere Gebäude weltweit ausgestattet sind.
1983 wird Rodney Kinsman Fellow der Society of Industrial Artists and Designers, 1988 wird er zum Honorary Fellow des Royal College of Art ernannt.


 
Ketterer Kunst
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