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DESIGN
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1952 Bozen

Matteo Thun

Der Südtiroler Matteo Thun nimmt als 21-Jähriger erstmals in Salzburg an den Sommerkursen der "Schule des Sehens" des Künstlers Oskar Kokoschka teil. Bis 1975 studiert Matteo Thun in Florenz Architektur. 1978 geht Matteo Thun nach Mailand, er lernt dort den Designer Ettore Sottsass kennen und wird Mitarbeiter in dessen Büro.
1981 ist Matteo Thun neben Ettore Sottsass, Barbara Radice, Michele de Lucchi, Aldo Cibic und Martine Bedin Mitbegründer der Gruppe "Memphis". Ziel dieser Gruppe ist es neue kreative Designformen zu finden, mit bewusster Ablehnung der Grundsätze des funktionalen Guten Designs. Die ausdrucksstarken, farbenfrohen und sehr verspielten Designentwürfe prägen die 1980er Jahre. Auch Designer wie Michael Graves, Hans Hollein und Shiro Kuramata entwerfen Möbel und Gebrauchsgegenstände für "Memphis". Als die Gruppe an Popularität verliert, löst sie sich 1988 kurzerhand auf.
Matteo Thun entwirft für "Memphis" vor allem Keramiken mit bizarren Formen und wellenartigen Zickzackrändern, wie die Vasen "Danubio" und "Volga" (beide 1983). 1982 erhält Matteo Thun einen Lehrauftrag an der Kunstgewerbeschule in Wien. Dort realisiert er mit seinen Studenten das Projekt "In the Spirit of the USA", einer Auftragsarbeit für Keramiken mit limitierter Auflage für Villeroy & Boch.
1984 verlässt Matteo Thun sowohl das Büro Sottsass Associati als auch "Memphis". Matteo Thun gründet 1984 in Mailand sein eigenes Büro. 1990-93 ist Matteo Thun künstlerischer Leiter von Swatch.
Matteo Thun entwirft unter anderem für die Firmen Arteluce, Arzberg, Bulgari, Kartell, Villeroy & Boch, Vorwerk, WMF und Zucchetti. Das Büro Matteo Thun hat zahlreiche Innendekorationen entworfen, wie für das Side Hotel in Hamburg (2001), Therme Merano (2005), Altstadt Wien (2006), die Discothek P1 in München (2003), Shop-Interieurs für Missoni (1998-2002), Fila (2001) und Porsche Design (2005-06).


 
Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. GROSSE NAMEN