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Odilon Redon

Der Maler, Radierer und Lithograph Odilon Redon wird am 20. April 1840 in Bordeaux geboren. Der französische Symbolist gilt als der Wegbereiter der Moderne, insbesondere des Surrealismus. Als Siebenjähriger hält er sich in Paris auf und besucht hier die Museen. Dabei fasst er den Entschluss Maler zu werden. Odilon Redons Werk gliedert sich in zwei Phasen, eine erste schwarze und eine zweite farbige. In der schwarzen Phase entstehen Kohlezeichnungen und Druckgrafik mit dem Thema des menschlichen Unterbewusstseins. Diese wird durch eine Phase großer Farbigkeit abgelöst. Es erscheinen Elemente aus der Antike und aus der Natur in einer idealisierten Darstellungsweise.
Seinen ersten Unterricht erhält Redon bei dem Maler Stanislas Gorin de Baux (1820 – ca. 65) in Bordeaux. Außerdem absolviert er eine Lehre bei dem Maler Jean-Léon Gérôme (1824 – 1904). Auch schließt er Bekanntschaft mit dem Botaniker Armand Clavaud (1828 – 90) und dem Graphiker Rodolphe Bresdin (1822 – 85), der ihn in die graphische Technik einführt. In Paris pflegt er Beziehungen zu Jean-Baptiste Camille Corot (1796 – 1875) und Gustave Courbet (1819 – 77). Außerdem ist er beeindruckt von Gustave Moreau (1826 – 98) und betreibt eifrige Studien im Louvre.

Im Jahre 1867 ist Odilon Redon erstmals im Salon vertreten. Im darauf folgenden Jahr wird eine Notiz des Künstlers in "La Gironde" veröffentlicht. Von dem Architekten Albert Carré erhält er 1870 den Auftrag in Arras eine Kapelle auszumalen. 1878 befasst sich Odilon Redon unter der Anleitung Fantin-Latours mit der Lithographie. Im Jahre 1881 stellt er erstmals eine Kohlezeichnung der letzten Jahre in "La vie moderne" aus und im Jahr darauf im Saal der Zeitung "Le Gaulois". 1884 ist Redon Mitbegründer der Société des Artistes Indépendants. Weiterhin beteiligt sich der Künstler an der letzten Ausstellung der Impressionisten im Jahre 1886 und an der Ausstellung der Société des Peintres-Graveurs bei Durand-Ruel in Paris. Ab 1891 wendet er sich verstärkt der Farbe zu. Von 1891 bis 1899 entsteht die letzte Folge seiner Lithographien.
Nachdem Paul Gauguin (1848 – 1903) 1891 nach Tahiti abreiste, wird Odilon Redon zum Mittelpunkt der jungen Maler der Avantgarde. Er erklärt 1902 öffentlich, dass er keine schwarz-weißen Arbeiten mehr schaffen will und sich nun ganz der Farbe widmen möchte. Bereits ein Jahr später ist er auf dem Höhepunkt seines farbigen Schaffens. Es entsteht der berühmte Blumenstrauß "Flowers". Im Herbstsalon wird ihm ein ganzer Saal gewidmet. Die Ausstellung wird zum großen Erfolg.
In den folgenden Jahren entstehen vor allem Porträts, in denen die Person meist von Blumen umgeben ist, so das Pastell "Porträt der Violette Heymann" (1910). Insgesamt spielen Blumen eine besonders große Rolle in Redons Schaffen. Er stellt zum Beispiel auch Wolken als Blumen dar. Je älter der Künstler wird, umso fröhlicher wird seine Farbpalette. Odilon Redon stirbt am 6. Juli 1916 in Paris.


 
Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. 19. JAHRHUNDERT