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Constantin Brancusi

Constantin Brancusi gilt als bedeutender Vertreter der modernen Plastik des 20. Jahrhunderts. Der Bildhauer wird am 19.02.1876 in Hobita, Rumänien geboren. Seine Karriere beginnt Brancusi als Holzschnitzer in der Provinz. 1898 schreibt er sich in der Bukarester Kunstakademie ein. Sechs Jahre später bricht Constantin Brancusi zu Fuß von München nach Paris auf. Dort beginnt er ein Studium an der "Ecole des Beaux- Arts". In Paris steht Constantin Brancusi zunächst unter dem Einfluss Rodins, dem er sich jedoch bald wieder entzieht. Er bezieht zunehmend Impulse aus dem "Kubismus" und lässt sich vom "Primitivismus" schwarzafrikanischer Kunst und der rumänischen Volkskunst inspirieren.
Bald entwickelt Constantin Brancusi seinen eigenen Stil, mit dem er sich weit von der Tradition entfernt. Zunehmend ist sein Schaffen auf das Ziel gerichtet, durch maximale Vereinfachung der Form, das Wesen der Dinge aufzuspüren. Es entsteht ein Prozess, in dem Brancusi versucht die Natur zu vereinfachen. So reduziert Constantin Brancusi Köpfe zu eiförmigen Gebilden, die nur im Ansatz Bezüge zur Natur zulassen.
Im Verlauf seiner künstlerischen Laufbahn beschäftigt sich Constantin Brancusi nur mit wenigen Motiven, deren Wirkung er sich in unterschiedlichen Werkstoffen bewusst macht. Besonders experimentierfreudig ist Brancusi bei der Gestaltung der Sockel, die seinen Skulpturen zur optimalen Wirkung verhelfen und dabei wie eigenständige Kunstwerke wirken. Der Höhepunkt Brancusis Schaffen bildet das "Ensemble von Tirgu Jiu" (1935-38), das seine bedeutendsten Werke "Der Tisch des Schweigens", "Das Tor des Kusses" und die "Endlose Säule" in sich vereint.
In seiner letzten Schaffensphase wird Constantin Brancusis Werk 1955 in einer großen Retrospektive im Guggenheim- Museum New York gewürdigt. Ein Jahr später vermacht er sein Atelier samt Einrichtung dem französischen Staat, der ihm 1952 die französische Staatsbürgerschaft zugesprochen hat.
Am 16.03.1957 stirbt Constantin Brancusi in Paris.