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FOTOGRAFIE
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Bert Stern

Am 3. Oktober 1929 wird Bertram Stern in Brooklyn, New York, geboren. Schon als Kind begeistert er sich für Comics und Werbung. Vorerst jobbt Stern als Bürohilfskraft, unter anderem in der Redaktion des "Look" Magazins, wo Hershel Bramson ihn in seinen künstlerischen Ambitionen bestärkt, kann er 1949 als Art Director beim Modemagazin "Mayfair" arbeiten. Dort beginnt sich Stern mit dem Medium der Fotografie auseinander zusetzen.
Bert Stern ist während des Korea-Kriegs in Tokyo stationiert. Er veröffentlicht zu dieser Zeit erste Fotos und trifft in der Fremde seine erste Frau, das Modell Teddy Ayer. 1953 kehrt er in seine Heimat zurückkehrt und bekommt dort von Bramson den Auftrag für ein Werbefoto für Smirnoff Vodka. Stern meistert die Herausforderung so gut, dass er auch in Zukunft für Smirnoff arbeiten soll. Schon diese frühen Aufnahmen machen deutlich, dass Stern die dynamische Dreieckskomposition bevorzugt und ein Handzeichen seiner künstlerischen Arbeit ist.
Stern arbeitet 1954 als Redakteur für das Magazin "Fashion & Travel". Seiner Tätigkeit als Layouter gibt er ab und widmet sich fortan nur noch auf seine, inzwischen überaus erfolgreiche, Werbefotografie.
Im Jahr 1958 entsteht Bertram Sterns Dokumentarfilm "Jazz on a Summer's Day" über das Newport Jazz Festival. Dieser bedeutende Film gilt heute als Vorläufer der legendären Festivaldokumentationen der späten 60er Jahre.
Im Jahr der Veröffentlichung des Films, 1959, heiratet der Künstler erneut, die Ballettänzerin Allegra Kent.
Die Werbefotos weichen immer mehr Portraitaufträgen zur Illustration von Artikeln. Stern fertigt im November 1960 das Cover von "Vogue", er feiert einen grandiosen Erfolg, es folgen viele Shootings mit Prominenten, besonders aus der Filmbranche. Ab dem Jahr 1962 produziert der Künstler Bertram Stern auch Werbespots für Film und Fernsehen. Noch im selben Jahres entstehen Sterns inzwischen wohl bekanntesten Bilder. Kurz vor Marilyn Monroes plötzlichem Tod erhält der Fotograf die Erlaubnis, mit der Schauspielerin ein dreitägiges Fotoshooting für die "Vogue" abzuhalten. Als "the last sitting" (die letzte Sitzung) werden die Aufnahmen Sterns nach dem Tod Monroes weltweit erfolgreich vermarktet.
In den späten 60er Jahren hat Stern bereits 40 Angestellte, jährlich produziert er 200 Seiten allein für "Vogue" und koordiniert eine Vielzahl weiterer, exklusiver Aufträge. In seinem Geschäft "On First" vertreibt Bertram Stern auch Serigraphien von seinen Fotos.
Im Jahr 1971 bricht Sterns aufgebautes Imperium in sich zusammen, seine Frau verlässt ihn, er selbst weicht zwei Jahre später vor den Ruinen seiner Karriere nach Spanien aus. Er kehrt in der zweiten Hälfte der 70er Jahre zurück, in New York und knüpft langsam an die alten Erfolge an. In den 80er Jahre veröffentlicht er wieder in "Vogue", Bertram Sterns Ästhetik bewegt sich auf der Höhe der Zeit und garantieren ihm auch in den 90er Jahren bedeutende Aufträge.
Der Künstler Bert Stern lebt und arbeitet in New York.


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Sammelgebiete:
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